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Anschlagsverdacht: Brand auf Baustelle von Rheinmetall

Wie das Polizeipräsidium Nordhessen am Freitagmorgen in einer Pressemitteilung mitteilte, ist es in der vergangenen Nacht auf einer Baustelle beim Flughafen Kassel-Calden zu einem Brand gekommen. Die Kriminalpolizei geht demnach von Brandstiftung auf und sucht nach Zeugen.

Bei dem Feuer in einem Gewerbepark waren mehrere Baumaschinen in Brand gesetzt worden. Auf der Baustelle in Kassel-Calden entsteht derzeit ein Logistikzentrum der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Zeugen hatten gegen 3:15 Uhr am frühen Freitagmorgen die Polizei und die Feuerwehr informiert, weil sie auf dem Baustellengelände einen Flammenschein wahrgenommen hatten. Nach ihrem Eintreffen löschten die Feuerwehrleute die drei in Flammen stehenden Baufahrzeuge. Weitere Maschinen wurden dabei nach Auskunft der Polizei beschädigt. Bei dem Einsatz waren sowohl die Feuerwehr Calden als auch die des Kasseler Flughafens im Einsatz. Wie hoch die Schadenshöhe ist, wurde nicht beziffert.

Die Polizei geht derzeit von vorsätzlicher Brandstiftung aus und hat die Ermittlungen der Kriminalinspektion Staatsschutz übergeben, da ein politisches Motiv denkbar ist. Der Tatort war den Freitag über für die Spurensicherung abgesperrt. Zeugen, die Beobachtungen über verdächtige Vorgänge gemacht haben oder Hinweise auf die Täter geben könnten, werden gebeten, sich bei der Polizei Nordhessen zu melden.

Wie die Deutsche Presse-Agentur und die Hessenschau heute meldeten, betraf die Brandstiftung ein Vorhaben des deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall. Demnach hatte Rheinmetall im August dieses Jahres angekündigt, auf dem alten Flughafen in Calden bauen zu wollen.

Dort soll Medienberichten zufolge ein Logistikzentrum für Rheinmetall entstehen, aber auch ein Schulungszentrum sowie ein Testzentrum für Drohnen. Insgesamt investiert Rheinmetall mehr als 260 Millionen Euro in den Ausbau des bereits bestehenden Werks in Kassel (laut Rheinmetall künftig "das größte Panzerwerk Europas") sowie in den neuen Standort in Calden. Das Land Hessen legt weitere 25 Millionen an Steuergeldern dazu.

Als im vergangenen August eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet wurde, gab es viele Befürworter des Projekts, gerade aus Politik und Wirtschaft. Lokalpolitiker freuten sich über künftige Steuereinnahmen und neue Arbeitsplätze, so etwa der Caldener Bürgermeister Maik Mackewitz (parteilos) und der Kasseler Oberbürgermeister Sven Schoeller von den Grünen.

Doch es gab auch Kritik. So meinte der Hessenschau zufolge Arvid Jasper, ein Mitglied der Kasseler Linksfraktion, dass Rüstungsprojekte nicht in Wohngebiete gehörten (tatsächlich liegt die Baustelle in der Nähe des Caldener 750-Einwohner-Ortsteils Meimbressen). Ohnehin vereinnahme die Kriegsindustrie immer mehr Flächen. Die für den Rüstungsstandort Kassel verwendeten Steuergelder würden für den Sozialstaat oder die schulische Bildung dringender benötigt.

Auch von anderer Seite kommt Kritik am sogenannten "Defence Hub Nordhessen" und den Ausbau des Kassel Airport zur "militärischen Drehscheibe". So meint Jona Königes vom Bündnis "Kassel Airport Stoppen", die militärische Hochrüstung des Flughafens sei ein Zeichen einer "fatalen historischen Vergesslichkeit".

Königes verwies darauf, dass der Rüstungsstandort Kassel bereits im Zweiten Weltkrieg heftigen Bombardements ausgesetzt war. Es sei ein zynischer Offenbarungseid, "dass die Landespolitik das gescheiterte Millionengrab in Calden nun ausgerechnet mit Waffengeschäften und Kriegslogistik künstlich am Leben halten" wolle.

Der Kasseler Oberbürgermeister Schoeller sieht das anders. Im August erklärte er der Hessenschau: "Es ist eine kluge Entscheidung der Firma Rheinmetall, hier in den Standort zu investieren." Der Einsatz von Steuergeldern sei gerechtfertigt: "Wir müssen wehrfähig sein, wir müssen uns wehren können gegen Angriffe von außen. Und dazu leistet diese Entwicklung ihren Beitrag und damit auch der Standort Kassel", rechtfertigte Schoeller die Ansiedlung des Rüstungskonzerns.

Mehr zum Thema – Aufrüstungsturbo trotz Protest: Nach Covenant soll zweite Raketenfirma nach Leipzig kommen

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Ostsee: Putin warnt vor einer Krise wie in der Straße von Hormus

Der russische Präsident Putin warnte am Donnerstag vor einer Eskalation der Spannungen in der Ostsee. Diese könnten zu einer Krise führen, die der Situation in der Straße von Hormus ähnelt. Zugleich betonte der russische Präsident, Moskau wolle eine solche Entwicklung vermeiden, werde aber auf jede Herausforderung reagieren.

Bei einer Pressekonferenz im Anschluss an den Russland-Afrika-Gipfel am 29. Oktober stellte Putin die Frage, ob andere Staaten eine ähnliche Situation wie im Persischen Golf oder in der Straße von Hormus auch in der Ostsee herbeiführen wollten.

Putin verwies bei seinen Ausführungen zu den Sicherheitsrisiken in der Ostsee auf die anhaltenden Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. "Will jemand, dass sich in der Ostsee dieselbe Situation entwickelt wie im Persischen Golf oder in der Straße von Hormus?", fragte Putin. "Ich weiß es nicht. Wir wollen das nicht. Aber wir werden auf jede Herausforderung reagieren."

Putin: Does someone want the Baltic Sea to become like the Persian Gulf or the Strait of Hormuz? I don't know. We don't want that. https://t.co/N9jQADXCpP

— Clash Report (@clashreport) October 29, 2026

Putins Äußerungen wurden vom Kreml übertragen. Mit dem Vergleich stellte der Präsident zwei strategisch wichtige maritime Regionen gegenüber. Hintergrund ist der Konflikt zwischen den USA und Iran, der den Schiffsverkehr im Persischen Golf beeinträchtigt hat. Neue militärische Maßnahmen Russlands in der Ostsee kündigte Putin bei seinen Ausführungen allerdings nicht an.

Die Äußerungen erfolgten nach jüngsten Telefongesprächen Putins mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Bei den Gesprächen ging es um die Sicherheitslage in der Ostsee und die Stabilität in Nordeuropa.

Die Straße von Hormus ist zu einem Brennpunkt des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und Iran geworden. Die militärischen Spannungen haben den Schiffsverkehr durch die Meerenge beeinträchtigt, die den Persischen Golf mit den internationalen Seewegen verbindet.

Putin zog die Situation als Vergleich heran, um auf mögliche Folgen einer zunehmenden Konfrontation in der Ostsee hinzuweisen. Seine Äußerungen lassen die Sorge vor möglichen Einschränkungen der Schifffahrt oder anderen Maßnahmen erkennen, die den Seeverkehr beeinträchtigen könnten, hieß es in Westmedien.

Die Ostsee ist wiederholt Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Russland und europäischen Staaten über maritime Sicherheit und die freie Schifffahrt gewesen. Dazu gehört auch die verstärkte Kontrolle von Schiffen, die der sogenannten russischen "Schattenflotte" zugerechnet werden.

Die Frage ist zudem Teil umfassenderer Differenzen zwischen Moskau und den NATO-Staaten über die Sicherheitsordnung in Nordeuropa. Putins Warnung erfolgte vor diesem Hintergrund. Eine konkrete Reaktion auf einzelne Maßnahmen europäischer Staaten stellte er jedoch nicht in Aussicht. Stattdessen verwies er allgemein auf das Risiko, dass sich die Ostsee zu einem eingeschränkten oder umkämpften Seegebiet entwickeln könnte.

Mehr zum Thema ‒ USA warnen Golfstaaten vor neuer Iran-Offensive nach Midterms – Huthi melden Angriffe auf Riad

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Aufrüstungsturbo trotz Protest: Nach Covenant soll zweite Raketenfirma nach Leipzig kommen

Von Alexandra Nollok

Erst Anfang September überrumpelte die Politik die Einwohner Leipzigs mit der geheim orchestrierten Ansiedlung der US-israelischen Rüstungsfirma Covenant. Vom Standort der Produktionsstätte für Marschflugkörper nah an Leipziger Wohngebieten erfuhren die Bürger erst einen Monat später aus den Medien. Inzwischen hat sich Widerstand formiert. Doch das ist der Politprominenz in Stadt und Land egal: Nun soll auch das deutsche Unternehmen Falk Defence in Leipzig neue Raketensysteme entwickeln.

Zweite Raketenfirma in Leipzig

Als die Bundesregierung damit begann, Hunderte Milliarden in die neue deutsche "Kriegstüchtigkeit" zu pumpen, rückten umgehend US-amerikanische Großinvestoren an. Unzählige Rüstungs-Start-ups sprossen wie Pilze bei Regen aus dem Boden. Klar, die Rüstungsbranche wächst und gedeiht von Staatsgeldern. Zu diesen Start-ups gehört Falk Defence. Erst im vergangenen Jahr gegründet, eröffnete das Unternehmen bereits im Frühjahr ein Büro in Leipzig. 

Auf seiner Website protzt das Unternehmen mit seinen Zielen, die es nun in Leipzig umsetzen will: "Wir entwickeln ein Raketenartilleriesystem der nächsten Generation, das smart, kosteneffizient und für die Massenproduktion ausgelegt ist." Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben "Europas Souveränität in einem zentralen Bereich der modernen Kriegsführung wiederherstellen".

Auf der Plattform LinkedIn brüstet sich Falk Defence als künftiger "bedeutender Player für moderne Präzisionswaffensysteme". Stolz erklärte es dort kürzlich, an der "ersten deutsch-ukrainischen Verteidigungs- und Sicherheitskonferenz teilgenommen" zu haben. Seine Richtung sei "klar": Man wolle am "nächsten Kapitel der europäischen Verteidigungstechnologie mitschreiben".  

Silicon Valley investiert in BRD-Aufrüstung

Gründer und Geschäftsführer des Start-ups ist Thomas Falk. Der Deutsche ist laut Wikipedia ein "Serienunternehmer, Investor und Gründer von Vinthera".   Letzteres ist ein hybrider Wagniskapital-Fonds, der Investitionen mit direkten Beteiligungen für schnellere Renditen kombiniert. Falk ist auch in den USA sehr aktiv: Dort gründete er den US-Fonds "Revel Partners". Er investiert vor allem in Rüstungs- und Krypto-Start-ups.  

Falks Nähe zu US-amerikanischen Techmilliardären liegt nahe. Damit ist er in bester Gesellschaft zu den Gründern der kürzlich im Leipziger Norden eröffneten US-israelischen Rüstungsfabrik Covenant. Die gab ihrem Billig-Marschflugkörper mit einer Reichweite von bis zu 1.600 Kilometern den Namen "Anthem" (Hymne). Falk Defence nennt seine gelenkten Artillerieraketen "Siegfried SF1-100". 

Covenant ist wie Falk Defence ein Start-up. Aus der US-amerikanischen Risikokapitalszene im Silicon Valley erhielt es mindestens 250 Millionen Dollar für seine Geschäfte in Deutschland. Auch ein Fonds des Palantir-Gründers Peter Thiel finanzierte Covenant mit. Palantirs KI-Software setzt unter anderem Israel zum Überwachen und Töten von Palästinensern ein.

Thiel betreibt ein Netzwerk, das gezielt in die deutsche Rüstungsindustrie investiert, darunter der bayrische KI-Drohnen-Produzent Quantum Systems. Da Falk im US-amerikanischen Finanz- und Kryptomarkt aktiv ist, kann man über mögliche Kontakte in selbiges zumindest spekulieren. Beim Start-up Covenant ist es indes eindeutig: Dessen Chef Michael Kaufmann fungierte lange als Manager Thiels, sein Technologieboss Ofir Dayan ist Führungskraft der israelischen Armee, die mit Thiel eng zusammenarbeitet.

Sächsische Regierung hat gelogen

Die Ansiedlung von Covenant hatte Sachsens Regierung nicht nur gegenüber der Bevölkerung bis kurz vor der Eröffnung verheimlicht. Sie hatte auch die Abgeordneten im Landtag belogen. Noch Ende September verneinte sie auf Anfrage des BSW-Politikers Nico Rudolph, Planungsgespräche mit Covenant geführt zu haben. Sie redete sich damit heraus, dass die Firma ein Privatgrundstück erworben habe. Deshalb hätten der Freistaat und die Stadt nicht viel mitzureden gehabt. Nur der Bund sei involviert, hieß es.

Wie jetzt bekannt wurde, war das eine glatte Lüge. Die Staatskanzlei spricht ihrerseits von einem "Bearbeitungsfehler". Bis zum 20. November soll Sachsens Regierung nun weitere Fragen des BSW-Abgeordneten beantworten – während sie mit Falk Defence weiter "Nägel mit Köpfen" macht. 

Protest gegen Rüstungsfabriken

So stehen die Gegner der Aufrüstung vor vollendeten Tatsachen. Eine Petition gegen die Anfang Oktober eröffnete Rüstungsfabrik Covenant hat seit Anfang September gut 11.000 Unterschriften erhalten. Gesetzlich vorgeschrieben müsste sich nun der Petitionsausschuss im Landtag damit befassen, dies wegen der hohen Anzahl der Unterschriften mit einer öffentlichen Anhörung.  

Auch auf der Straße wird es langsam lauter. Am vergangenen Wochenende demonstrierten gut 400 Menschen in der Leipziger Innenstadt bei Wind und Regen gegen die Covenant-Ansiedlung. Das alternative Leipziger Medienportal Nuo Viso filmte den Protestzug. Bereits in den Wochen zuvor hatte es kleinere Protestaktionen gegeben. Zum Zeitpunkt der Demonstration am Wochenende war noch nicht bekannt, dass nun auch Falk Defence in Leipzig Raketen fertigen will.

Jugendliche organisieren Widerstand

Junge Menschen organisieren sich ebenfalls. Seit Ende des Jahres 2025 haben Schüler mehrfach gegen Bundeswehr-Rekrutierung und drohende Wehrpflicht gestreikt. Der nächste bundesweite Aktionstag ist für den 20. November geplant. Immer wieder demonstrieren Jugendliche außer der Reihe. Mitte Oktober blockierten etwa Schüler in Hamburg und Berlin ihre Bildungseinrichtungen.  

Am Morgen des 26. Oktober versperrten Schüler der Henriette-Goldschmidt-Schule in Leipzig den Schuleingang, um ein Zeichen gegen Aufrüstung, Kriegstreiberei und Wehrpflicht zu setzen. Sie riefen zur Stärkung der Schulstreik-Bewegung auf, mahnten zum Widerstand und solidarisierten sich mit Aktionen im Aus- und Inland. Für den 31. Oktober ruft die neue Initiative "Gen Z regelt" zu Jugendprotesten in zahlreichen Städten auf. Medien, Polizei und Inlandsgeheimdienst warnen bereits aufgeregt vor "linksextremer", teils gar "islamistischer Unterwanderung".

Mehr zum Thema – Berliner Linke: Vom Wahlsieg in den Vasallenmodus

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Estland plant den Bau von 150 Bunkern an der Grenze zu Russland

Die estnische Regierung plant den Bau von etwa 150 Bunkern im Kreis Ida-Viru, der an der Grenze zu Russland liegt. Dies erklärte Verteidigungsminister Martin Herem am Mittwoch während der Fragestunde im estnischen Parlament. Die Bunker sollen im Rahmen der Errichtung eines militärischen Infrastrukturprojekts namens Baltische Verteidigungslinie gebaut werden.

Herem wies darauf hin, dass einige Bunker auf Privatgrundstücken errichtet werden sollen, wofür entsprechende Vereinbarungen mit den jeweiligen Eigentümern getroffen werden müssen. "Im Zuge des Aufbaus der Baltischen Verteidigungslinie – etwa in Ida-Virumaa – ist die Errichtung von rund 150 Bunkern geplant. Davon werden 100 auf staatlichem Grund entstehen, während etwa 50 auf kommunalem oder privatem Land errichtet werden sollen", erklärte der Verteidigungsminister.

Beim Bau von Bunkern auf Privatgrundstücken sei eine Vereinbarung mit den Grundeigentümern erforderlich, deswegen betrachte die Regierung eine Entschädigung für die Landnutzung, eine Pachtzahlung oder eine Enteignung als Optionen. "Soweit mir bekannt ist, gibt es jedoch derzeit keinen umfassenderen Plan, dass der Staat das gesamte weitläufige Gebiet erwirbt", fügte er hinzu.

In den letzten Jahren haben Estland und andere baltische Staaten die Verteidigung in den an Russland angrenzenden Gebieten verstärkt. Im Januar 2024 billigten die Verteidigungsminister Lettlands, Litauens und Estlands eine gemeinsame Initiative Baltische Verteidigungslinie, die im Einklang mit den Verteidigungsplänen der NATO steht. Ziel sei es, die militärische Verteidigungsinfrastruktur der baltischen Staaten zu stärken und "Russland so daran zu hindern, potenziell schnelle militärische Angriffe" durchzuführen. Dafür sollen Verteidigungsanlagen in den Grenzgebieten dieser Länder errichtet werden. 

In Estland besteht die Verteidigungslinie aus einem System von Hindernissen und Feldbefestigungen. Das System umfasst unter anderem Verteidigungsstützpunkte (darunter bis zu 600 Bunker) und Anlagen zur Lagerung von Befestigungselementen wie "Drachenzähnen" und NATO‑Draht. Zudem sieht das Projekt den Bau von Panzergräben vor.

Bis zum Sommer 2026 seien im Südosten Estlands mehr als zehn Kilometer Panzergräben ausgehoben, 28 Bunker errichtet und über 20.000 "Drachenzähne" beschafft worden, berichtete Yle. Dem Plan zufolge soll die Verteidigungslinie bis Ende 2027 fertiggestellt werden.

Mehr zum Thema – FT: Estland verlegt Elitetruppen an Grenze zu Russland

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Trade, sovereignty and reform: key Russia-Africa Summit 2026 takeaways

President Vladimir Putin and African Union chair Evariste Ndayishimiye have called for deeper economic ties and global reforms following the adoption of a joint declaration

Russia and African countries have agreed to deepen economic cooperation, strengthen political coordination, and push for reforms of global institutions, Russian President Vladimir Putin and African Union chair Evariste Ndayishimiye said in a joint press statement on Thursday.

Speaking at the conclusion of the third Russia-Africa Summit in Moscow, the two leaders outlined the results of the October 28–29 gathering, which brought together senior delegations from 48 African countries, including 21 led by heads of state.

READ MORE: Russia-Africa Summit by the numbers: What was achieved despite Western pressure

The gathering resulted in the adoption of three documents: the Declaration of the 3rd Russia-Africa Summit, the Declaration of Cooperation in the Civilian Application of Artificial Intelligence Technologies, and the Russia-Africa Partnership Forum Action Plan for 2027–2029.

Turning political solidarity into economic cooperation

Ndayishimiye said African countries are seeking to diversify their international partnerships and strengthen their sovereignty, with Russia playing a role in accelerating economic development and regional integration.

Speaking about the summit’s three-year action plan, he said that the leaders “outlined priorities, financing mechanisms, implementation schedules and areas of responsibility, and set dates by which expect to see results.”

President of Burundi and Chairperson of the African Union Evariste Ndayishimiye delivers a statement for the media ©  Sergey Bobylev / Sputnik / Russia-Africa Summit and Economic and Humanitarian forum host рhoto agency

The African Union chair called for greater Russian investment to help African countries create added value locally. He also stressed that African youth expected tangible results, including more scholarships, reliable energy supplies, and digital solutions.

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Russian President Vladimir Putin speaks at the plenary session of the Russia-Africa Economic and Humanitarian Forum in Moscow.
Russia-Africa Summit: Putin’s key proposals on trade, technology and Western finance alternatives

Expanding trade and financial independence

Putin said Russia-Africa trade currently stood at $27 billion but remained well below its potential, and called to double it.

The Russian president noted national currencies, including the ruble, now accounted for 85% of settlements in commercial transactions between Russia and African countries.

Reducing technological dependence

Ndayishimiye called for reducing Africa’s technological dependence. He stressed the summit had adopted a separate declaration on artificial intelligence, advocating equitable international cooperation with a central role for the United Nations.

Putin said Russia and African countries had signed agreements aimed at introducing Russian digital solutions, including AI-based technologies, in African economies and public administration.

Africa must choose its own partners

Asked whether Africa risked becoming an arena for competition between major powers, Putin rejected the suggestion that Moscow viewed African countries as objects of geopolitical rivalry.

Plenary session of the 3rd Russia-Africa Summit in Moscow. ©  Yuri Kochetkov / Sputnik / Russia-Africa Summit and Economic and Humanitarian forum host рhoto agency

“We have not pursued any colonial policies. It is the opposite: we helped them to liberate themselves from the neo-colonial yoke,” he stated.

Ndayishimiye similarly stressed that African nations were no longer in a position where outside powers could determine their partnerships.

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RT
Why Africa needs Russia

Reforming global institutions

Putin backed permanent African representation on the UN Security Council. “I am absolutely convinced that Africa must be represented there on a permanent basis, including in the Security Council,” he said.

Ndayishimiye reaffirmed Africa’s position on UN reform, while calling for greater representation in global financial institutions and closer cooperation with BRICS.

Strengthening security and humanitarian cooperation

Putin said Russia would continue consultations with parties involved in African conflicts and expressed hope that Moscow’s diplomatic efforts could help prevent further escalation.

He also pledged to expand cooperation in healthcare and education, including medicine supplies, mobile laboratories, and training for African students.

Russia’s epidemic-control assistance program for African countries has been extended through 2029, Putin said, adding that African partners supported expanding Russian university branches and educational centers on the continent.

Moscow Declaration sets out common political positions

The 101-point declaration, adopted in Moscow on October 29, is divided into five sections covering political and legal cooperation, security, economic ties, humanitarian cooperation, and environmental protection and climate issues. Here are its key points.

  • Maritime security: Oppose the unjustified detention, seizure or arrest of civilian vessels, including African-flagged ships, in violation of international law. The document warns that such actions against commercial vessels turn maritime trade into “a tool of economic and political pressure.”
  • Sanctions: Oppose unilateral coercive measures that violate international law, including measures imposed outside the UN Security Council, and strengthen coordination to reduce their impact on trade, energy, healthcare and food security.
  • Sovereign assets: Oppose the freezing and attempted confiscation of sovereign assets, as well as political and economic coercion against sovereign states.
  • Colonial reparations: Pursue legal mechanisms to assess and compensate for damage inflicted on African countries during the colonial era, alongside efforts to complete the continent’s decolonization.
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RT
Stolen diamonds and locked archives: The desperate balancing act of the British Crown
  • International justice: Counter the politicization and misuse of international criminal justice mechanisms, including their use to exert neocolonial pressure on African states, and strengthen cooperation to ensure the independence and impartiality of international courts.
  • UN reform: Work toward reforming the Security Council to increase African representation, taking into account the continent’s common position under the Ezulwini Consensus and the 2005 Sirte Declaration.
  • Counterterrorism: Strengthen cooperation against terrorist groups’ use of drones, encrypted platforms, and digital finance, while also addressing terrorist financing, organized crime, and maritime piracy.
  • Arms control: Oppose the politicization of international arms control, disarmament, and nuclear nonproliferation mechanisms, and support compliance with existing treaties governing nuclear, chemical, and biological weapons.
  • IMF and World Bank: Push for reforms to give African countries greater representation in the leadership of both institutions and more influence over decision-making.
  • G20: Call for South Africa’s full and active participation in the group to be restored as soon as possible, while strengthening the voice of African countries and the wider Global South.
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Visitors viewing Tutankhamun’s golden coffin at the Grand Egyptian Museum, Giza, Egypt, November 4, 2025.
Tutankhamun is waiting. Will Europe return Egypt’s stolen treasures?
  • Cultural heritage: Support the return of cultural objects and historical artifacts removed from African countries during colonial rule, alongside efforts to protect cultural heritage from illicit trafficking.
  • Space cooperation: Expand cooperation in peaceful space exploration, satellite communications, Earth observation, and joint research, including spacecraft technologies and equipment.
  • Trade and infrastructure: Expand cooperation in precious metals, strengthen industrial value chains, and develop maritime, river, road, rail, and aviation infrastructure. Remove trade barriers, increase African exports of value-added products and establish reliable financial settlement mechanisms to support trade and investment.
  • Energy cooperation: Expand cooperation across oil and gas, nuclear, hydropower, hydrogen, and renewable energy to strengthen energy security and improve access to electricity.
  • Education and healthcare: Expand academic exchanges, Russian-language education and joint research, while strengthening healthcare systems through medical training, laboratory development, and epidemic preparedness.
  • Media cooperation: Strengthen ties between Russian and African media through the opening of representative offices, journalist training, information exchanges, and joint media projects.
  • Climate policy: Oppose discriminatory protectionist measures introduced under the pretext of combating climate change, while expanding cooperation on climate adaptation and environmental projects that take national priorities into account.
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FILE PHOTO.
Breaking free: How Africa can escape its geographic and historical chains
  • Sovereignty: Counter neocolonial practices that undermine states’ independence, restrict their decision-making, or facilitate the exploitation of natural resources, while upholding countries’ right to determine their own development paths.
  • Conflict resolution: Support African-led efforts to resolve and prevent conflicts on the continent, guided by the principle of “African solutions to African problems.”

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VIDEO: La NASA muestra una inquietante nebulosa con cara de gato, que te dejará hipnotizado

Preview Los telescopios espaciales Hubble y James Webb de la NASA observaron recientemente una inquietante escena de formación estelar dentro de la Nebulosa de Carina, una enorme nube de gas y polvo situada a unos 7.500 años luz de la Tierra. La escena ha sido apoda Nebulosa de la Cabeza de Gato debido a su parecido un felino sentado de espaldas al espectador, cuya cabeza está girada hacia la derecha y revela un ojo brillante.
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Frontline ceasefire EXCLUSIVE: Inside the aid mission to trapped residents

More than 1,000 residents reportedly decided to stay despite years of Ukrainian shelling, drone attacks, and severe shortages

A humanitarian mission in the frontline town of Alyoshki in Kherson Region, Russia has delivered essential supplies and helped civilians evacuate under a temporary ceasefire between Moscow and Kiev.

More than 1,000 residents have chosen to stay despite years of shelling, drone attacks, and severe shortages, RT correspondent Murad Gazdiev reports from the scene.

Many of those remaining are elderly. Some wanted to evacuate but feared they would be turned away after losing their identity documents when their homes were destroyed. Others refuse to leave behind their pets and livestock, even as they struggle to find enough food.

“Despite what they’ve been through, the shortages, the violence, the bombing, most of them... a little over a thousand, are choosing to stay,” Gazdiev says.

The evacuation and delivery of humanitarian aid are taking place under a temporary ceasefire between Moscow and Kiev, coordinated with the involvement of US First Lady Melania Trump. Russian and Ukrainian human rights commissioners are overseeing the operation.

Watch the exclusive report from Alyoshki below.

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Sudan schlägt Russland Sonderwirtschaftszone am Roten Meer vor

In Moskau hat am Freitag ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Vorsitzenden des sudanesischen Souveränen Rates, Abdel Fattah Burhan, stattgefunden. Der sudanesische Armeechef nahm zuvor am dritten Russland-Afrika-Gipfel teil, der in der russischen Hauptstadt abgehalten wurde.

Russlands Staatsmedien zitieren Burhan wie folgt:

"Der Sudan ist ein Tor nach Afrika, und wir können am Roten Meer eine Freie Wirtschaftszone aufbauen, die Russland nutzen kann, um dort Lager für Treibstoff und Weizen zu errichten."

Laut dem sudanesischen Spitzenpolitiker könnten in dem Fall russische Waren nicht nur auf den sudanesischen Markt, sondern auch in andere Staaten des Kontinents geliefert werden. Eine hohe Nachfrage nach Weizen und Kraftstoffen bestehe sowohl im Sudan selbst als auch in anderen afrikanischen Ländern, fügte Burhan hinzu.

Freie Wirtschaftszonen sind räumlich abgegrenzte Gebiete innerhalb eines Staates, in denen besondere wirtschaftliche Regelungen gelten. Dazu gehören üblicherweise Zoll- und Steuervergünstigungen sowie administrative Erleichterungen.

Burhan schlug Russland zudem eine Beteiligung am Ausbau der Eisenbahninfrastruktur in seinem Land vor. Im Sudan existiere bereits ein Schienennetz, das erweitert werden solle. Entlang der Bahnstrecken könnten ihm zufolge unter Einbeziehung russischer Unternehmen Logistikketten für die Warenbeförderung aufgebaut werden.

Wie der Vorsitzende des Souveränen Rates weiter betonte, verfüge der Sudan über die notwendigen Flächen und Möglichkeiten zur Umsetzung gemeinsamer Projekte, benötige jedoch Investitionen in die Infrastruktur. "Wir sind bereit, in dieser Frage mit Russland zusammenzuarbeiten", erklärte al-Burhan.

"Ich möchte unterstreichen, dass der Sudan ein wichtiger Partner Russlands in der arabischen Welt und auf dem afrikanischen Kontinent ist", sagte Putin beim Treffen in Moskau.

Er teilte auch mit, dass die russische Seite einen Fahrplan für zukunftsträchtige Bereiche der Kooperation zwischen den beiden Ländern ausgearbeitet habe. "Ich möchte Ihnen diesen überreichen und Sie bitten, Ihre Berater, die Mitglieder der sudanesischen Regierung, damit zu beauftragen, ihn sorgfältig zu prüfen und diejenigen Punkte auszuwählen, die Sie für besonders interessant und zweckmäßig für eine Zusammenarbeit halten", meinte Putin.

Mehr zum Thema ‒ Bürgerkrieg im Sudan: Sudanesische Armee startet Großoffensive zur Rückeroberung der Hauptstadt

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Junge in sowjetischer Panzeruniform bei Halloween-Feier im Weißen Haus

Wie aus einer offiziellen Liveübertragung des Weißen Hauses hervorgeht, empfingen US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump am Donnerstagabend auf dem Südrasen der Präsidentenresidenz Kinder zu einer Halloween-Feier.

Die kleinen Gäste traten nacheinander an das Präsidentenpaar heran und erhielten Schokolade und andere Süßigkeiten. Unter den Eingeladenen waren vor allem Kinder von Mitarbeitern der US‑Regierung. Auch Familien von Militärangehörigen, Polizeibeamten und Pflegeeltern waren zu der Veranstaltung eingeladen.

Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Junge in der Uniform eines sowjetischen Panzerfahrers. Er trug eine Schirmmütze sowjetischen Musters und ein Abzeichen der Panzertruppen.

Stringer / TASS

Der Junge erschien in Begleitung eines Mädchens, dessen Kostüm an eine russische Volkstracht erinnerte. Es bestand aus einer weißen Bluse, einem dunklen Sarafan mit Blumenmuster und einer Kopfbedeckung mit Bändern, die einem Kokoschnik ähnelte.

Stringer / TASS

Die Verkleidung des Jungen erregte die Aufmerksamkeit von Melania Trump. Die First Lady betrachtete seine Schirmmütze überrascht und berührte sie sogar. Die Identität der jungen Gäste und ihrer Eltern wurde nicht bekannt gegeben.

Halloween wird in den USA traditionell am 31. Oktober gefeiert. Auch im Weißen Haus hat das Fest eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1958 zurückreicht. Damals schmückte First Lady Mamie Eisenhower die Präsidentenresidenz erstmals zu Halloween und veranstaltete ein Festessen für die Ehefrauen der Mitarbeiter des Weißen Hauses.

First Lady Melania Trump betrachtet den Jungen bei der Halloween-Feier im Weißen Haus mit Interesse und berührt seine Schirmmütze.Stringer / TASS

Unter Präsident John F. Kennedy kamen Veranstaltungen hinzu, bei denen Kinder und Gäste Süßigkeiten erhielten. Größere öffentliche Feiern für Kinder wurden 1969 unter Präsident Richard Nixon eingeführt. Damals nahmen rund 250 Kinder aus Washington an einem Fest im Weißen Haus teil.

Seither haben mehrere Präsidentenfamilien die Tradition fortgeführt. Die Präsidentengattinnen spielen dabei häufig eine wichtige Rolle: Sie wirken an der Organisation und Gestaltung der Feierlichkeiten mit und begrüßen gemeinsam mit dem Präsidenten die jungen Gäste.

Mehr zum Thema – Britische Abgeordnete fordern Verbot von "Mascha und der Bär" wegen angeblicher "NKWD-Mütze"

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Kiew ignoriert Trump: Ukraine setzt Angriffe auf russische Ölraffinerien fort

Nach einer zweiwöchigen Pause hat die Ukraine in der Nacht zum 30. Oktober ihre Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien wiederaufgenommen. Dabei wurden drei Raffinerien und ein gaschemischer Komplex getroffen. Zuvor hatte die US-Regierung unter Donald Trump Kiew nachdrücklich aufgefordert, derartige Angriffe einzustellen. Dies berichtete unter anderem das Wall Street Journal (WSJ).

Eines der angegriffenen Ziele war die Nowokuibyschewski-Ölraffinerie im Gebiet Samara. Die Anlage gehört zur Samara-Gruppe des Ölkonzerns Rosneft und verfügt über eine jährliche Verarbeitungskapazität von 8,3 Millionen Tonnen. Nach dem Drohnenangriff brach dort ein Feuer aus. Aufnahmen von Augenzeugen zeigen mehrere Rauchwolken über dem Betriebsgelände. Der Rauch war noch in mehreren Kilometern Entfernung zu sehen und zog über den Himmel der rund 20 Kilometer entfernten Stadt Samara.

Der Angriff auf die zu den größten Raffinerien im Wolgagebiet zählende Anlage war der erste seit dem 15. Oktober. Damals war die Rosneft-Raffinerie in Rjasan angegriffen worden. Sie gehört zu den leistungsstärksten Ölraffinerien Russlands und versorgt unter anderem Moskau mit Benzin. Einen Tag später, am 16. Oktober, wurde zudem eine Anlage von Gazprom in Surgut angegriffen. Sie liegt mehr als 2.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Nowak bestätigte die jüngsten Angriffe. Eine der Anlagen sei geringfügig beschädigt worden. Insgesamt habe die russische Luftabwehr jedoch funktioniert.

"Wir hatten eine gewisse Zeit lang eine Pause. Heute wurden die Angriffe auf die Raffinerien wieder aufgenommen, und unsere Unternehmen arbeiten an ihrem Schutz."

US-Regierung drängte Kiew zu einer Angriffspause

Nach Informationen des WSJ hatten ukrainische Militärangehörige, die für die weitreichenden Angriffe auf russische Infrastruktur verantwortlich sind, Mitte Oktober tatsächlich den Befehl erhalten, die Angriffskampagne vorerst auszusetzen. In diesem Jahr hatten ukrainische Streitkräfte bereits mehr als 100 Angriffe auf russische Ölraffinerien durchgeführt. Die Zeitung berief sich dabei auf zwei ukrainische Militärvertreter.

Die Initiative für die Angriffspause sei vom ukrainischen Verteidigungsministerium ausgegangen. Zuvor hätten die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner nachdrücklich entsprechende Forderungen gestellt. Kushner soll den Ukrainern erklärt haben, sie müssten den USA aus "Dankbarkeit" für deren Unterstützung Zugeständnisse machen. Der Anfüher des Kiewer Regimes Wladimir Selenskij habe dem Vorgehen des Militärs zugestimmt, zugleich aber erklärt, dass die Streitkräfte die Angriffe wieder aufnehmen könnten, wenn sie dies für notwendig hielten.

Bei den Gesprächen mit Washington habe Selenskij versucht, im Gegenzug Zugeständnisse der US-Regierung zu erreichen. Dazu gehörten etwa die Lieferung von Patriot-Raketen, die zur Abwehr russischer Angriffe dringend benötigt würden. Außerdem habe er um die Genehmigung gebeten, Starlink für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet zu nutzen. In keinem der beiden Punkte habe er jedoch eine Zustimmung der US-Regierung erhalten.

Europa riet Selenskij, US-Zwischenwahlen abzuwarten

Auch europäische Regierungsvertreter hätten Selenskij nach Angaben der WSJ-Quellen geraten, mit der Wiederaufnahme der Angriffe auf russische Ölraffinerien bis zum Ende der Zwischenwahlen zum US-Kongress zu warten. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) sank die russische Ölverarbeitung im Juni 2026 auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Sie lag rund 30 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ende Juni wurden Kraftstoffengpässe in 92 Prozent der russischen Regionen gemeldet.

Die Europäer hätten Selenskij demnach aufgefordert, zu berücksichtigen, dass die Kraftstoffpreise für Trump ein sensibles politisches Thema seien. Angesichts der scharfen Rhetorik zwischen Selenskij und Trump sowie der überraschenden Abschaltung von Starlink für die ukrainischen Streitkräfte hätten einige von ihnen zunehmend Besorgnis geäußert, berichteten die Gesprächspartner der Zeitung.

Uschakow: Kiew ignoriert Trumps Forderungen

Juri Uschakow, der außenpolitische Berater des russischen Präsidenten, erklärte am 30. Oktober, dass Kiew die nachdrücklichen Forderungen Trumps nach einem Stopp der Angriffe ignoriere. In einem Kommentar gegenüber Pawel Sarubin vom Sender Westi sagte er:

"Sie haben sich erneut den Aufforderungen widersetzt und ignorieren, würde ich sagen, sogar Trump. Dabei hat Trump in dieser Frage nachdrücklich auf sie eingewirkt und tut das nach wie vor. Aber sie hören nicht auf ihn."

Zuvor hatte Trump seine Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck gebracht, dass Selenskij nicht zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts bereit sei und die Angriffe auf russische Ölraffinerien nicht einstellen wolle. Die ukrainischen Angriffe auf die Raffinerien hätten negative Auswirkungen auf die ganze Welt, so der US-Präsident. Zudem bezeichnete er Selenskij als ungeeigneten Ansprechpartner für eine Zusammenarbeit mit Washington und erklärte, die Ukraine brauche eine neue Führung, die eine Einigung mit Moskau erzielen könne.

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte seinerseits, dass die Wiederaufnahme der Angriffe entgegen Trumps Bitte vor allem zwischen Washington und Kiew erörtert werden sollte, nicht zwischen Moskau und Kiew. Auf die Frage, ob die Angriffe bei den bevorstehenden Treffen in Abu Dhabi Gegenstand von Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sein könnten, antwortete Peskow:

"Das ist eher ein Thema für Gespräche zwischen Washington und Kiew."

Bereits am Vortag hatte Uschakow erklärt, dass die Durchführung trilateraler Verhandlungen zur Ukraine davon abhänge, wie sich Kiew in den kommenden Tagen verhalte. Sollte die Ukraine am 4. November, dem russischen Tag der nationalen Einheit, Angriffe durchführen, könnte Moskau seine Position ändern, so seine Warnung.

Trump begrüßte Vereinbarung über Diesellieferungen aus Russland

Am 9. Oktober hatten der russische Präsident Wladimir Putin und Trump ein Telefongespräch geführt, bei dem sie unter anderem über Lieferungen von Erdölprodukten sprachen. Putin zufolge hatte Moskau seine Bereitschaft bekräftigt, Erdöl und Erdölprodukte auf den US-amerikanischen und die Weltmärkte zu liefern. Trump bewertete die Vereinbarung mit Russland über Diesellieferungen positiv. Unterdessen bereitet die russische Regierung nach Angaben Nowaks eine Verlängerung des Exportverbots für Diesel bis Ende Januar 2027 vor. Für Lieferungen auf die Weltmärkte sollen dabei einzelne Ausnahmen gelten.

Mehr zum Thema – Putin warnt Ukraine nach Angriffen auf russische Ölraffinerien

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Ölpreise steigen: Tankerangriff in Straße von Hormus und Huthi-Drohungen schüren Versorgungsängste

Die Ölpreise sind am Freitag weiter gestiegen. Ein Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormus sowie erneute Angriffe der Huthi gegen saudische Energieinfrastruktur schürten die Sorgen um die Ölversorgung aus dem Nahen Osten.

Die Brent-Futures zur Lieferung im Dezember verteuerten sich um 1,4 Prozent auf 116,53 Dollar je Barrel. Der US-Referenzpreis WTI legte um 1,3 Prozent auf 103,34 Dollar zu.

Der Preisanstieg erfolgte, obwohl sich die Ölexporte aus dem Persischen Golf zuletzt erholt haben und zeitweise sogar wieder über dem Vorkriegsniveau lagen. In der Woche bis zum 26. Oktober beliefen sich die Ausfuhren im Durchschnitt auf 15,7 Millionen Barrel pro Tag. Dennoch bleibt der Schiffsverkehr gefährlicher und teurer. Höhere Versicherungs- und Frachtkosten treiben die Kosten für den Öltransport zusätzlich in die Höhe, wie das Wall Street Journal berichtete.

Nach Angaben der britischen Behörde United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) wurde am Freitag ein Tanker auf der Durchfahrt durch die Straße von Hormus von einem kleinen Boot aus mit zwei Sprengsätzen angegriffen.

Der Vorfall ereignete sich einen Tag, nachdem die jemenitischen Huthi am Donnerstag erklärt hatten, mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen zu haben. Dazu zählten nach ihren Angaben die Raffinerien Ras Tanura und Rabigh sowie eine Produktionsanlage des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco in Abqaiq.

Unterdessen fing die saudische Luftabwehr nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SPA am Donnerstag zwei ballistische Raketen ab, die in Richtung Riad abgefeuert worden waren. Herabfallende Trümmer verletzten nach Angaben des saudischen Zivilschutzes einen Staatsbürger und beschädigten ein Wohnhaus sowie ein Fahrzeug.

Parallel dazu gingen die diplomatischen Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran weiter. US-Vizepräsident JD Vance übermittelte nach einem Bericht des Wall Street Journal eine Botschaft an Mohsen Rezaei, den Sekretär des iranischen Obersten Nationalen Sicherheitsrats. Ziel sei es gewesen, die Friedensgespräche wieder in Gang zu bringen. Iran habe die Nachricht erhalten, bislang aber nicht darauf reagiert, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, Vance habe Kontakt zum Iran aufgenommen, um dem Land bei der Beschaffung medizinischer Hilfsgüter zu helfen. Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach der Vizepräsident eine Wiederaufnahme der Verhandlungen angestrebt habe.

Darüber hinaus sollen die USA mehrere arabische Golfstaaten aufgefordert haben, sich auf einen möglichen kurzen, aber intensiven Militäreinsatz gegen Iran nach den US-Zwischenwahlen in der kommenden Woche vorzubereiten. Trump hat dem Bericht zufolge noch keine endgültige Entscheidung über erneute Militärschläge getroffen.

Berichten zufolge sind katarische Vermittler heute in Teheran eingetroffen, um mit iranischen Regierungsvertretern über den jüngsten US-Vorschlag zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche zu beraten. Reuters bestätigt die Rückkehr katarischer Vermittler nach Teheran am Freitag, dem 30. Oktober. Die Gespräche seien mit Washington abgestimmt.

🇶🇦🇺🇸🇮🇷Qatari mediators are in Tehran today to discuss with Iranian officials the latest U.S. proposal for resumption of peace talks, a diplomatic source tells me

— Barak Ravid (@BarakRavid) October 30, 2026

Unterdessen wollen sieben OPEC+-Mitglieder am Sonntag zusammenkommen, um die Lage auf dem Ölmarkt und die Förderpolitik zu überprüfen.

Mehr zum Thema - USA warnen Golfstaaten vor neuer Iran-Offensive nach Midterms – Huthi melden Angriffe auf Riad

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Russlands Eishockey-Teams dürfen zurückkehren – Weltverband enttäuscht, Nationalverbände dagegen

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat den Internationalen Eishockeyverband (IIHF) dazu verpflichtet, russische Nationalmannschaften zu internationalen Wettbewerben zuzulassen. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung des CAS hervor. Dem Dokument zufolge wurden alle fünf Beschlüsse des IIHF-Councils aufgehoben, die einer Teilnahme russischer Teams an internationalen Eishockeyturnieren der IIHF im Wege standen.

In der Mitteilung des Russischen Eishockeyverbandes wird betont, dass die Entscheidung des CAS in dieser Frage einen Schlusspunkt setze, da sie endgültig sei und nicht angefochten werden könne. Nun muss die IIHF dem CAS-Urteil zufolge den Auftritt der russischen Nationalteams in den an IIHF-Wettbewerben der Saison 2026/27 sicherstellen, dazu gehören:

  • die Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada vom 26. Dezember 2026 bis 5. Januar 2027
  • die U18-Frauen-Weltmeisterschaft in Tschechien vom 8. bis 16. Januar 2027
  • die U18-Männer-Weltmeisterschaft in den USA vom 22. April bis 2. Mai 2027
  • die Weltmeisterschaft der Herren in Deutschland vom 14. bis 30. Mai 2027
  • die Weltmeisterschaft der Frauen in Kanada im November 2027

Die IIHF zeigte sich vom Urteil des CAS enttäuscht, da es "die Bedenken nicht ausräumt, die der Position des Verbands zugrunde lagen". Das geht aus einer Mitteilung auf der Website der Organisation hervor. Zudem heißt es, die Entscheidung habe erhebliche praktische Folgen für Wettbewerbe, die sich bereits in einer fortgeschrittenen Vorbereitungsphase befinden. Änderungen bei der Teilnahme erforderten demnach eine umfassende Abstimmung mit den zuständigen nationalen Verbänden, den Organisationskomitees und den gastgebenden Behörden, darunter die Überarbeitung von Formaten, Spielplänen, Reise- und Unterbringungsbedingungen sowie Sicherheitsmaßnahmen.

Zugleich werde die IIHF der Mitteilung zufolge im Einklang mit der Entscheidung von CAS handeln. Die für die Rückkehr der russischen Teams erforderlichen Maßnahmen werde der Verband "umgehend bewerten".

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) sprach sich gegen eine Rückkehr der russischen Nationalmannschaft zu internationalen Turnieren aus. Das erklärte der DEB-Vorstandsvorsitzende Frank Lutz in einer Mitteilung, die auf der Website des Verbands veröffentlicht wurde. Dort heißt es:

"Unsere Position ist unverändert: Wir lehnen die Rückkehr russischer Nationalmannschaften zu internationalen Eishockeyturnieren ab."

Laut Lutz verändert die CAS-Entscheidung die Lage rund um die Weltmeisterschaft 2027 grundlegend, die im Mai in Deutschland stattfinden wird. Eine Zulassung Russlands habe für Deutschland als Gastgeber erhebliche sicherheitsrelevante, politische und wirtschaftliche Folgen. Der DEB werde das Urteil aber gemeinsam mit der IIHF auswerten und über die nächsten Schritte informieren.

Deutschland steht mit dieser Haltung nicht allein. Auch Finnland trägt die Entscheidung des CAS nicht mit: Der Finnische Eishockeyverband respektiere zwar das Rechtssystem des internationalen Sports, der Inhalt des Urteils sei aber das genaue Gegenteil dessen, was man sich erhofft habe. "Die Entscheidung ist in ihrer Gesamtheit unbegreiflich. Der Verband verurteilt Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine scharf, und unserer Ansicht nach gibt es unter den gegenwärtigen Umständen keine Voraussetzungen für eine Teilnahme Russlands oder Weißrusslands an internationalen Eishockeyaktivitäten", sagte Verbandschef Heikki Hietanen.

Auch der Tschechische Eishockeyverband bleibe bei seiner Position. "Die bisherige Haltung ändert sich durch die Entscheidung des CAS nicht. Wir lehnen die Teilnahme Russlands an IIHF-Turnieren während der kriegerischen Aggression gegen die Ukraine ab", heißt es in der offiziellen Mitteilung. Der Österreichische Eishockeyverband erklärte, er bedauere das Urteil ebenfalls und lehne eine Rückkehr Russlands weiterhin klar ab.

Russische Teams sind seit Februar 2022 wegen des Beginns der militärischen Spezialoperation in der Ukraine von Turnieren unter dem Dach der IIHF ausgeschlossen. Im Mai hatte der Disziplinarausschuss der IIHF die Entscheidung über den Ausschluss aufgehoben, im Juli verlängerte der IIHF-Council die Suspendierung der russischen Teams jedoch auf das Jahr 2027 "aufgrund fortbestehender Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der Integrität des Sports".

Mehr zum Thema – Europas Schwimmverband: Sportler aus Russland und Weißrussland starten unter nationaler Flagge

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