Lawrow sieht keine Fortschritte mit USA – Kritik an Europa und Streit um G20-Gruppenfoto
Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht trotz jüngster Entwicklungen keine Anzeichen für eine Entspannung im Verhältnis zwischen Russland und den USA. Am Rande des G20-Außenministertreffens in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia dämpfte er die Erwartungen an eine Annäherung der beiden Atommächte.
«In der Praxis sind bislang keine wirklichen Fortschritte in den Beziehungen zu den USA zu erkennen. Man sollte sich keine Illusionen hinsichtlich des Diesel-Deals machen», sagte Lawrow. Grundlegende Konfliktpunkte blieben ungelöst. Sämtliche Sanktionen des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden würden von der aktuellen US-Regierung fortgeführt, zudem gebe es zusätzliche Sanktionen gegen die russischen Konzerne Lukoil und Rosneft.
Geplante Dreiergespräche und Kritik an Europa
Mit Blick auf bevorstehende Dreiergespräche zwischen der Ukraine, den USA und Russland betonte Lawrow, die jeweiligen Positionen seien klar. Nach Angaben aus dem Kreml wollen die Delegationen ihre seit Monaten unterbrochenen Verhandlungen über eine mögliche Friedenslösung Mitte November in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, fortsetzen.
Lawrow warf den europäischen Staaten vor, den Prozess zu behindern: «Sie versuchen, sich in den Friedensverhandlungsprozess in der Ukraine einzumischen.»
Streit über das G20-Gruppenbild
Bei den Beratungen in Atlanta setzten die Außenminister der G20-Runde ein deutliches Zeichen gegen Moskau: Das sonst übliche Gruppenfoto der Teilnehmer fiel aus. Johannes Wadephul (CDU) hatte bereits kurz vor dem Treffen klargestellt: «Es wird in jedem Fall kein Familienfoto geben, auf dem unsere europäischen Partner gemeinsam mit Herrn Lawrow sind.»
Lawrow reagierte mit scharfer Kritik auf die Absage und warf Wadephul «Familienfoto-Diplomatie» vor. Wadephul habe vor einem Monat um ein Treffen in New York gebeten und nun erklärt, er werde Lawrow alles zum Krieg sagen und sich keinesfalls mit ihm ablichten lassen. «Wenn es für sie vor allem darauf ankommt, wie sie auf einem Familienfoto aussehen und wer neben ihnen steht, dann sagt das schon alles», so der russische Außenminister.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.